Jahresrückblick 2011

Werte Bevölkerung

Seit es Menschen gibt, ist die Naturkraft des Feuers unsere grö&slig;te Errungenschaft. Ebenso galt aber auch jahrhundertelang gerade sie als Inbegriffvon Bedrohung, Existensgefährdung und Vernichtung. Brandschutz war und ist deshalb eine der wichtigsten Aufgaben der örtlichen Gemeinschaft. Doch die Aufgaben der Feuerwehr sind weitaus vielschichtiger. Ob Brand, Unwetter, Sturmschäden oder Verkehrsunfälle - immer ist die Feuerwehr als Retter in der Not zur Stelle.

 

Die jährlichen Einsatzstatistiken der Freiwilligen Feuerwehr Raaba führen uns eindrucksvoll vor Augen, wie oft die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr benötigt wird. Nicht zeigt sie aber, wie anstrengend und auch gefährlich mancher Einsatz für die Kameradinnen und Kameraden ist. Um diese Einsätze möglichst sicher und erfolgreich zu bewältigen, ist eine gute und umfangreiche Ausbildung erforderlich. So absolvierten neben den monatlichen Übungen 21 Kameradinnen und Kameraden das Branddienstleistungsabzeichen in Bronze. Dazu gratuliere ich ihnen nochmals herzlich. Hinter den vielen Einsätzen, die sie regelmäßig zu leisten haben, verbergen sich aber auch Einschnitte für Ihr Umfeld. Ihre Familien sind daran gewöhnt, dass Sie sich ohne große Worte aus gemeinsamen Unternehmungen, Essen, Familienfeiern verabschieden oder den Schlaf Ihres Ehepartners stören, wenn sie mitten in der Nacht zum Einsatz müssen.

 

Aber auch Ihre Arbeitgeber sowie die Kolleginnen und Kollegen müssen dies akzeptieren. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch den Familien und Arbeitgebern für das Verständnis und die Unterstützung der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden meine tiefe Anerkennung aussprechen.

 

So mussten auch im Jahre 2011 meine Feuerwehrkameraden zu 88 Einsätzen ausrücken. Der Schwerpunkt unserer Ausrückungen waren wieder technische Einsätze. Aber auch Veranstaltungen fehlten im abgelaufenen Jahr nicht. Wie alljährlich begannen unsere Veranstaltungen mit der Ballnacht der Freiwilligen Feuerwehr Raaba im Gasthaus Raabahof, danach folgte sehr bald der alljährliche Dorffasching. Nicht wie traditionell am 30. April, sondern bereits am 29.April wurde der von der Familie Franz Mandl gespendete Maibaum aufgestellt, denn bereits am 1.Mai folgte die Florianimesse. Bei ausgesprochenem Schlechtwetter fand heuer am 19.Juni unser Frühschoppen statt. Hier bewährte sich unser Vorzelt hervorragend. Am 1.Juli fand unsere Fußwallfahrt vom Feuerwehrzentrum zur Florianikapelle statt. Wie jedes Jahr hielt unser Feuerwehrkurat, Dr. Josef Pfanner, einen Wortgottesdienst ab. Anschließend gab es wieder ein gemütliches Beisammensein im Kettnerhof, verwöhnt durch ein hervorragendes Gulasch von Elisabeth Trampusch. Heuer wurde bei Kaiserwetter, am 25. September, der Bezirksfeuerwehrjugendwandertag in Raaba durchgeführt. Zahlreiche fugendliche und deren Betreuer aus dem Bezirk Graz Umgebung nahmen die 12 km lange Wanderstrecke, unterbrochen mit drei Feuerwehrtechnischen Stationen und drei Stationen Spiel-Spaß-Sport, in Angriff. Nach Absolvierung und anschließender Labung im Feuerwehrzentrum wartete man auf die Siegerehrungen. Unter Anwesenheit von Oberbrandrat Alois Rieger, Brandrat Gerhard Samt und Bürgermeister Josef Gangl nahm der Landesfeuerwehrjugendbeauftragte Peter Kirchgast die Siegerehrungen vor. Für die ausgezeichnete Vorbereitung dieser Veranstaltung möchte ich mich bei meinem Stellvertreter OBI Benno Lep, und den lugendwarten, LM Ing. Martin Trampusch und LM Reinhard Lipp herzlich bedanken. Zum Abschluss unserer Veranstaltungen wurde wieder der Tag der offenen Tür durchgeführt. Bei Kastanien und gutem Schilchersturm wurde zuerst eine Schauübung vor vorgeführt und in weiterer Folge der Maibaum versteigert. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Mit dieser Weisheit von Erich Kästner möchte ich mich bei allen Mehlspeisenköchinnen, Helferinnen und Helfern sowie bei meinen Kameradinnen und Kameraden für die vielen geleisteten Stunden auf das Herzlichste bedanken.

 

Am 2. Mai, beim Bezirksfeuerwehrtag in Fernitz, wurden zahlreiche Auszeichnungen an meine Feuerwehrkameraden überreicht. Ich gratuliere den Ausgezeichneten nochmals recht herzlich. Natürlich sorgten meine Feuerwehrkameraden auch heuer wieder für Nachwuchs. So gratuliere ich Brigitte Lazar und Achim Wolf zu ihrem kleinen Sohn Leon und Familie Michaela und Dipl. Ing. Dr. Bernhard Buchner zur ihrer kleinen Tochter Katrin. Natürlich gab es auch wieder runde Geburtstage unter meinen Kameraden. So feierte Thomas Haunold seinen 50er, Josef Scheucher seinen 60er, Rudolf Lazar und Erich Lipp ihren 70er, Bürgermeister fosef Gangl seinen 75er und Friedrich Fink seinen 6Oer. An dieser Stelle überbringe ich den Jubilaren nochmals meine herzlichen Glückwünsche.

 

Bald nach seinem 70. Geburtstag mussten wir uns von ELM Rudolf Lazar für immer verabschieden. ELM Rudolf Lazar wurde am 2. September mit großer Anteilnahme seiner Feuerwehrkameraden, des Singkreises Raaba, des MGV Liebenau, Freunden und der Bevölkerung zu Grabe getragen. Wir werden unserem Rudi stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Besonders stolz bin ich auf unsere Feuerwehrjugend, denn sie hat beim heuer stattgefunden Wissenstest sehr erfolgreich abgeschlossen. Nun möchte ich meinen Jahresrückblick auch wieder dazu benützen, mich bei Ihnen, werte Bevölkerung, für Ihr Verständnis und Ihre Großzügigkeit gegenüber unserer Wehr zu bedanken.

 

Für das ehrliche und kameradschaftliche Miteinander danke ich alle meinen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, möge der heilige Florian auch in Zukunft immer die schützende Hand über den Kameradinnen und Kameraden halten, damit sie von ihren Einsätzen und Übungen gesund zurückkehren.

 

"Gut Heil!"
HBI Johann Trummer