Brand einer Gartenhütte fordert Feuerwehren
Hart bei Graz, 29. Dezember 2025 – Mit einem aufwendigen Brandeinsatz endete das Einsatzjahr für die Freiwillige Feuerwehr Hart bei Graz. Am gestrigen Abend heulten um 20.35 Uhr erstmals die Sirenen im Gemeindegebiet, kurz darauf folgte ein zweiter Alarm.
Ursprünglich lautete das Alarmstichwort B02 – Kleinbrand in Pachern, Hauptstraße Höhe 75. Aufgrund mehrerer Notrufe mit Hinweisen auf Feuerschein und starke Rauchentwicklung erhöhte die Landesleitzentrale Steiermark jedoch bereits während der Anfahrt auf B05 – Zimmerbrand. Neben der FF Hart bei Graz wurden auch die Feuerwehren Autal, Raaba sowie die Drehleiter der FF Laßnitzhöhe nachalarmiert.
Schon kurz vor dem Eintreffen an der Einsatzstelle waren meterhohe Flammen sichtbar, die den winterlichen Nachthimmel erhellten. Nach der Lageerkundung stellte Einsatzleiter HBI Peter Preuss fest, dass eine größere Holzhütte in Vollbrand stand. Unverzüglich wurde die Brandbekämpfung mit zwei C-Rohren unter schwerem Atemschutz vom Boden aus aufgenommen.
Der Besitzer der Gartenhütte wurde beim Brand verletzt, von der Rettung erstversorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Da ein Vordringen in das Innere der Hütte zunächst nicht möglich war, kam zusätzlich über die Drehleiter Laßnitzhöhe ein Wendestrahlrohr zum Einsatz. Die FF Raaba stellte einen Atemschutztrupp und errichtete errichtete eine Zubringerleitung, während weitere Atemschutztrupps der FF Autal die Löscharbeiten unterstützten.
Dank des raschen und koordinierten Einsatzes konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung auf angrenzende Vegetation, einen abgestellten Pkw sowie weitere gelagerte Gegenstände verhindert werden. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wurde das Objekt für Nachlöscharbeiten freigegeben. Bürgermeister DI Franz Tonner machte sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort. In weiterer Folge wurden die Überreste der Hütte im Auftrag der Gemeinde abgetragen, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Nachkontrollen mit der Wärmebildkamera erfolgten um 00.30 Uhr sowie nochmals um 07.30 Uhr – ohne Feststellung weiterer Glutnester. Trotz der vergleichsweise kleinen Objektgröße gestaltete sich der Einsatz aufgrund der großen Menge teils leicht brennbarer Materialien als besonders arbeitsintensiv.
Die Feuerwehr hebt hervor, dass der reibungslose Ablauf auch das Ergebnis regelmäßiger gemeinsamer Übungen und Ausbildungen sei. Ein besonderer Dank gilt daher den Feuerwehren Raaba, Autal und Laßnitzhöhe für die hervorragende Zusammenarbeit.
Während der Löscharbeiten musste die Landesstraße durch die Straßenverwaltung gesperrt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Polizei übernommen.
Nach Einsatzende wurden im Feuerwehrhaus sämtliche Fahrzeuge, Geräte, Schläuche, Atemschutzgeräte sowie persönliche Schutzausrüstung gereinigt und instandgesetzt. Knapp vor Mitternacht konnte schließlich wieder die volle Einsatzbereitschaft hergestellt werden.
Im Einsatz standen:
FF Hart bei Graz mit 19 Einsatzkräften, FF Raaba, FF Autal, FF Laßnitzhöhe, Polizeiinspektion Raaba, Österreichisches Rotes Kreuz sowie Bürgermeister und Gemeinde.
Text: LM d.V. Michael Maicovski, FF Hart bei Graz
Fotos: FF Hart/Graz, FF Raaba, Privat



















